Forschungsprojekt MultikOSi zu Sicherheitskonzepten für städtische Großveranstaltungen gestartet

Veranstaltungen wie „Public Viewing“, Stadtfeste oder Konzerte sind regelmäßiger Bestandteil des urbanen Lebens. Für die notwendigen Sicherheitskonzepte zur Verhinderung von Unglücken fehlen Veranstaltern und Sicherheitskräften jedoch bisher wissenschaftlich fundierte und praxisgerechte Planungshilfen.

Forscherinnen und Forscher der Technischen Universität München, der Hochschule München, der Technischen Universität Kaiserslautern und der Universität Koblenz arbeiten in den nächsten drei Jahren zusammen mit Expertinnen und Experten der Unternehmen VDS - Veranstaltung | Dienstleistung | Sicherheit und IMS Gesellschaft für Informations- und Managementsysteme mbH sowie assoziierten Partnern und Unterauftragnehmern im Projekt MultikOSi an Unterstützungssystemen für die Planung und Durchführung von städtischen Großveranstaltungen. Das Bundesministerium für Bildung und Forschung fördert das Projekt im Rahmen des Programms „Forschung für die zivile Sicherheit II“ mit 3,3 Millionen Euro.

Das Projektteam bündelt seine Kompetenzen aus den Bereichen Veranstaltungssicherheit, Mathematik, Informatik, Soziologie und Bauingenieurwesen, um ein besseres Verständnis der Abläufe bei städtischen Großveranstaltungen zu erarbeiten, neue Modelle von Besucherströmen zu erforschen und diese miteinander zu verknüpfen. Daraus soll ein Instrument zur Planungsunterstützung und Optimierung von Sicherheitskonzepten für Veranstaltungen abgeleitet werden. Die Wechselwirkungen von Kriterien wie Sicherheit, Offenheit und Wirtschaftlichkeit stehen im Mittelpunkt der Optimierung. Mit dem umfassenden und interdisziplinären Ansatz sollen neue Methoden zur Planung von Veranstaltungen entstehen, die einen reibungslosen Ablauf mit einer hohen Besucherzufriedenheit ermöglichen. Aus den wissenschaftlichen Ergebnissen können später neue Softwareinstrumente zur Veranstaltungsplanung entwickelt werden.

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